Die Heilige Rochus Kapelle in Budapest




Die Gesischte der Rokus Kapelle



Der Hauptaltar Die Uhrzeit unserer Kapelle reicht in die unklaren, alten Zeiten zurück. Aus den Grunden ist vielleicht darauf zu schließen, daß hier schon in dem vierten Jahrhundert eine kleine Friedhofkapelle gestanden war. Die nächste - vielleicht mehr historische - Spur stammt von dem elften Jahrhundert: die die heute schon eingestürzten Wände haltenden Ruinen. Zuletzt: im Frühling 1711 hat der Stadtrat von Pest unter den Vorsichtsmaßnahmen zwecks Behebung der Pestepidemie,- da er die Pestepidemie als Strafe des Gottes wegen den Sünden der Stadtbewohner betrachte,- heiligen Rochus und heilige Rosalie als Schutzheiligen und Fürsprecher bei dem Gott gewählt. Am Ende hat der Rat den Eid auf dem Evangelium ablegend eine Gelübde getan, daß er eine Kapelle zu ihrer Ehre errichten lassen, auf dem Festtag der zwei Schutzheiligen aus der städtischen Pfarrkirche Prozession halten und in der Kapelle eine Messe lesen lassen wird. Die Kapelle wurde noch in demselben Jahr aufgebaut und daneben gleich ein "xenodochium", das heißt "hospital-ispotály ( wortwörtlich Gasthaus, mit dem heutigen Wortgebrauch Krankenhaus und Armenhaus ), da das Almosen außer der Kapelle hauptsächlich für die Aufrechterhaltung dieser Institution, die fast ausschließlich von Armen und Fremden benutzt wurde, benötigt war. Zu den materiellen Kosten haben sowohl die Stadt Pest, als auch die Bürger erheblich beigetragen . Von der Stadt gespendtes " Rochus Feld", das "heilige Rosalie" Landgut war in der unmittelbaren Nähe der Kapelle. Immaculata Der Krankenhaus wurde nach langen Verzögerungen im Jahre 1798 eingeweiht. Der Eingang zum Krankenhaus war gleich bei der Kapelle. Dieser Eingang wurde zum Fenster umgebaut, nachdem im Jahre 1839-41 ein neuer Flügel dazugebaut, und in der Mitte ein Tor geöffnet wurde. Vor der Kapelle gab es eine Bogenhalle, in der Mitte mit einer riesigen Statue von Heiligen Nikolaus, welche von einem ungarischen Schneidermeister errichten lassen wurde. Über das Tor wurde ein bildhauerische Verzierung angesetzt: in einem Dreieck konstruirtes Giebelrelief, in der Mitte eine ältere Frau, die einen verlassenen, unbekleideten Kranken in Pflegschaft nimmt, auf der linken Seite ein hochbetagter Bettler mit Krücke bittet um Almosen, den Rosenkranz betend, auf der rechten Seite eine Frau mit sanftem Gesicht sitz in Träume versinkt, mit einer Taube im Schoß, nebem einem vollen Sack mit Geld. Seit 1963 ist das Heiligtum mit dem monumentalen bunten Steinbild von Esther Mattioni geschmückt: gegenüber die emmauser Jünger, auf der linken Wand ist heiliger Rochus, auf der rechten Wand ist heilige Rosalie. Auf dem Sockel des neuen Altars ist ein holzgeschnittenes Relief von Judit Kopp aus dem Jahre 1970. Links heiliger Rockus mit Stock und mit einem Hund, rechts Pestkranken, auf der hinteren Seite ist die betlehener Krippe ( in Weihnachtszeiten wird diese Seite nach vorne gedreht ) Beachtumgswerte Kirchengeräte der Kapelle sind die Reliquie des Kreuzes Christi und die der heiligen Rochus, Rosalie sowie Sebastian. Auf den Altaren befinden sich Bilder und Skulpturen. Besonders wertvoller Schatz der Kirche ist ein silberner Kelch, erzeugter in der Mitte des XVIII Jahrhunderts, auf welchem die Bilder der drei "Pestheiligen", heiligen Rochus, Rosalie und Sebastian sich befinden. Es ist bedeutend der Maria-Kultus der Kapelle. Über dem Nebenaltar befindet sich das Maria-Bild des Gnadenortes Czestochowa, bei dem Eingang ist eine Maria-Skulptur ( beide stammen aus den originalen Einrichtungen, aus dem XVIII Jahrhundert ), vor der Kapelle auf der Säule steht die Skulptur Immaculata ( zur Erinnerung der Verkündigung des Dogmas der unbefleckten Empfängnis, aus dem Jahr 1867 ), auch bei dem Eingang befindet sich die Skulptur der unbefleckten Jungfrau, Werk von Karl Antal aus dem Jahre 1944. Beachtungswerte Kunstdenkmäler sind das Steinkreuz auf der rechten Seite der Kapelle, die Skulpture der Heiligen. ( Rochus, Gellért, Nepomuker Johann, Ladislaus, Elisabeth, Stepfan, Margarete, Emmerich, Rosalie ) auf der Fassade und die Tafel mit dem Hochwasserniveau ( 1838 ) auf der linken Seite der Kapelle.


Heiliger Pilgrim Rochus



Heiliger Rochus ist der Schutzheilige der Artzte und Krankenhäuser. Er ist als junger Pilgrim dargestellt, mit einem Stock in der Hand, mit einem Hund, der Brot bingt, mit Pestgeschwüren auf den Beinen und mit rotem Kreuz auf der Schulter. Er ist mit Rosalie und Sebastian die Pestheiligen. Sein Festtag: 16. August. Der Name Rochus kommt von dem germanischen Namensbeginn Roch ( = Stark ), latinistisch : Rochus Heiliger Rochus ist, in Frankreich, in Montpellier geboren, gegen 1345 und ist gegen 1376 in Angera ( Lombardei ) gestorben. Sein kurzes Leben war fast nur eine fortlaufende Wallfahrt. Sein Vater, Johann war der Stadtherr, seine Mutter hieß Libera. Auch ihre Seele war edel, sie haben ihren Sohn schon vor der Geburt dem Dienst Christi gewidmet, und er erhielt in der Taufe den Namen Rochus. Auf der linken Seite seiner Brust war ein rotes, kreuzförmiges Muttermal zu sehen. Die Eltern haben sich über diese Sache gewundert und haben dafür den Gott gelobt. Eben deswegen, hat seine Mutter keine Säugamme genommen, wie es damal üblich war, sondern sie hat selbst ihn gestillt. Er war nicht mehr ganz kleines Kind, wenn sein Vater gestorben ist. Er hat sein Testament ihm mündlich hinterlassen. " Erstens: wie Du das gelernt hast, diene ununterbrochen Jesus Christus. Zweitens: vergesse nicht die Armen, Witwen und Waisenkinder. Drittens: ich vertraue Dir mein Vermögen an um für wohltätige Zwecke zu benutzen. Viertens: biete Heim den Elenden und den Armen". Wenn er 15 Jahre alt geworden ist, ist auch seine Mutter gestorben, und er hat wortwörtlich den Testamentum seines Vaters durchgeführt. Als Pilgrim hat er die heiligen Orte besucht, die Häuser der Armen aufgesucht, die Elenden und Armen materiell und auch mit guten Worten unterstützt, die Witwen und Waisen getröstet, die armen Mädchen mit Männer verheiratet. Auf dieser Weise hat er den ganzen Reichtum seines Vaters unter den Armen verteilt. Dann, als Mitglied des franziskanischen dritten Standes, hat seine Heimat verlassen.

Heiliger Rochus Heiliger Rochus

In Piacenza ankommend hat er gesehen, daß in der Stadt eine große Pestepidemie wütet. Er hat den Verwalter eines Krankenhauses gebeten, ihn unter die Kranken einzulassen. Rochus hat ohne jene Angst den Kranken gepflegt und hat alles in Gottes Name gesegnet. Sie haben Rochus als heiligen betrachtet, da haben sie erlebt, daß er die Heilung bringt. Er hat die Häuser der Kranken aufgesucht, hat die Häuser auf der Fassade mit dem Kreuz bezeichnet, damit hat er sie an die Leiden Jesus Christus erinnert, und auf solcher Weise, mit Berührung hat er sie verheilt. Er ist in Rome während der Pestelenz angekommen. Er hat sich unter den Krankenpflegern gegen die Krakheit gekämpft. Er hat auch einen Kardinal mit dem Zeichen des Kreuzes verheilt, der Kreuz hat sich in die Stirne eingeprägt, und bis zu seinem Tod hat er sichtbar das Zeichen getragen. Aber einmal wurde - in Piacenza - auch er krank.. Die "dankbaren" Bürger, wenn sie bemerkten, daß er in Pest leidet, haben ihn aus der Stadt getrieben. Aber ein Hund hat ihn im Walde gefunden, und nach der Legende dieser Hund hat ihm Brot gebracht. Der Hund hat auch seinen Herrn dahingeleitet, und er hat ihn regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt. Am Ende ist Rochus mit Hilfe des Gottes geheilt. Er ist weitergereist, aber in der Stadt Angera die Soldaten haben ihn festgenommen und als Spion haben sie ihn zu ihrem Herrn geführt und in Gefängnis geworfen, wo er fünf Jahre gelebt hat. Als er fühlte den Tod kommen, hat den Gefängniswächter gebeten, in Namen des Gottes und der heiligen Jungfrau Maria zu lassen, daß ein Priester zu ihm komme und beiche. Es ist geschehen, dann hat er in andachtsvollem Gebet den allmächtigen Gott gebeten, daß diejenige Christen, die mit Andacht ihm in Name Jesus Christus gedenken, sollen sie von der epidemischen Krankeit befreit werden. Wenn er sein Gebet beendet hat, hat er das Leben ausgehaucht. Die Leuten des Stadtherren haben ihn in dem Gefängnis schon tot gefunden, aber das ganze Gefängnis hat mit einer wurderbaren Licht gestrahlt. Bei dem Kopf und bei den Füssen hat je eine große Kerze geläuchtet und unter dem Kopf haben sie eine Tafel gefunden, worauf es mit goldenen Buchstaben geschrieben war, der Gott hat erhört, was er für die Kranken gebeten hat. Von der Schrift haben sie erfahren den Namen von Rochus und seine adelige Herkunft. Wenn die Frau des Stadttherrn die Nachricht erfahren hat, hat sie erkannt, daß er ihr Enkelkind war, und wenn sie ihn zu dem Begräbnis vorbereitet haben, hat auch die Verwandtschaft erkannt das Kreuz, das rote Muttermal auf seiner linken Seite. Mit Schmerzen und voll mit Bußen haben sie ihn begraben.


Heilige Jungfrau Rosalie



Sie hat in dem XII. Jahrhundert gelebt, ihr Vater war Graf Sinibald in Palermo. Sie war Nachkomme des Kaisers Großer Karl. In den jüngeren Jahren hat sie sich als Einsiedler in die unwirtliche Gegegend des Pellegrino Gebirges in der Nähe von Palermo zurückgezogen, wo sie mit Gebet, Fasten und Meditation gelebt hat und um 1163 ihr Leben beendet hat. Wir wissen nicht genau, wann sie gestorben ist, da ihre Leiche im Jahre 1625, d.h. nach Verlauf von 470 Jahren in voller Unversehrtheit in der Berghöhle gefunden wurde. Auf ihre Intervention wurde Sizilien noch in dieselbem Jahr von der Pest befreit, deswegen ist es seitdem üblich bei schweren Krankheiten heilige Rosalie zu Hilfe zu rufen. Sie ist die Schutzheilige der Stadt Palermo, und eine der Pestheiligen. Ihre Erinnerungsfest: 4 September.

Heilige Rosalie Heilige Rosalie




Cella trichora und die Unterkirche



Der Altar der Unterkirche Die Bedeutung der zwei lateinischen Wörter: dreilappige Zelle. Das war der Name von vielen altchristlichen Friedhofskapelle. der quadratische, kleine Mittelraum war von drei Seiten halbkreisförmigen Wänden begrenzt. Der Grundriß der Kapelle erinnert man an einen Klee. An der vierten Seite ist der Eingang. In unserem Land wurde in Szombathely ( Steinamanger), in Pecs (Fünfkirchen), und in Óbuda (Altofen) solche altchristliche Friedhofskapellen ausgegraben. Diese Kapellen sollten, nach den Archäologen, in dem IV. Jahrhundert gebaut werden. In Óbuda, in der Raktár Straße, im Jahre 1930 hat man während der Aufdeckung einen Ring, mit einem "XP" Zeichen eingegrabt, gefunden. Diese zwei griechischen Buchstaben : Khí-Ró. Khristos, d.h. die Anfangsbuchstaben des Namens von Christus. Nach dem Angriff von Budapest im Jahre 1945, während der Forträumung der Ruinen der heiligen Rochus Kapelle, hat man unter dem Heiligtum der Kapelle solche "cella trichora" entdeckt. Laut dem Zeugnis der bisher gefundenen Steinen, in den X-XI. Jahrhunderten konnte das Gebäude gebaut werden, auf wessen Ruinen nach der Vertreibung der Türken die heutige barock Kapelle errichtet wurde. Der Boden der Unterkirche Die Kapelle stand jemals - seit 1711 - bei den Hatvani bzw. Kerepesi Straßen, zwischen den Ackerfelden, in der Nähe der städtischen Ziegelei und Baumschule in der außerordentlich kampfreichen Periode, wann außer der Pfarrkirche am Donauufer ( heutzutage: innenstädtische Pfarrkirche) binnen der Stadtmauer von Pest es nur in den von den türkischen Moscheen wieder zurückgestalteten Kirchen christlichen Gottesdienst gab. Die heutige Gestalt des Heiligtums der Kapelle ist Ergebnis der Umgestaltungen, es ist beweist durch die Wändenruinen. Die Verzierung der Unterkirche ist der Werk von Esther Mattioni: buntes Steinaltarbild Agnus Dei, auf dem Fußboden Jahreszeit- und Zodiakus-Zeichen, mit christlichen Symbolen. An der Ort der altertümlichen "vorpester" Stadt ein römisches Lager, castrum war, und hier draußen war ihr Friedhof. Diese Tatsache macht die römische Vorgeschichte der Kapelle wahrscheinlich Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Christenmenschen unter den Soldaten und ihren Familien hier kleine Kapelle bauen lassen haben, in der damals üblichen "trichora" Form: diese dreier Einteilung erinnert man an die heilige Dreifaltigkeit.


Retten wir unsere uralte Kapelle



Heiliger Rochus und heilige Rosalie, bittet für uns! Unsere Vorfahren haben ihre Votivkapelle in Schutz des heiligem Rochus ( Festtag: 16. August ) und der heiligen Rosalie ( Festtag: 4. September ) angeboten. Sie haben - wie auch in ihrem Leben - das Feuer der Sünden und Krankheiten gelöscht, auf ihre Interventionen haben viele Kranken ihr Leiden geduldiger vertragen, und wenn auch Gott so wollte, wurden sie geheilt und wieder gesund. Heutzutage wissen wir schon, daß zur Heilung der schweren - auch der leichteren - Krankheiten unsere innere Willenskraft unbedingt notwendig ist. Das ist der Punkt, wo das Gebet, die Hilfe der Heiligen fast physikalisch mit uns, mit unserer Heilung verbunden sind. Das Gebet wird - nach alter Auffassung und auch nach der wahren Erfahrung - nur dann wirklich wirksam, wenn wir das Gebet mit Fasten, Almosen und Krankenbesuch d.h. Liebestat mit unserem Mitmenschen und mit Unterstützung guter Taten "unterstützen". Wir glauben, daß zu diesen Guttaten auch die finanzielle Unterstützung unserer Kapelle hizukommen könnte, da so viele Menschen bekommen jeden Tag seelische Erfrischung, Leidenlinderung unter den Wänden unserer Kapelle. Wie schön wäre es, wenn wir aufdecken könnten, daß man wirklich seit dem IV. Jahrhundert hier, an diesem Ort den Gott angebeten hat, und seitdem Gottesdienst fortdauerd. ist. Die Steine sagen schon aus den X-XI Jahrhunderten. Zur Vernehmung der Steine, zur Erneuerung der Kapelle benötigen wir Geld, undzwar nicht wenig. Deswegen wenden wir uns zu allen wohlwollenden Mitmenschen.

Wir bitten die finanzielle Unterstützung auf den Konto der heiligen Rochus Kirchengemeinde, Kontonummer.: 11708001-20213572.

Verbindlichen Dank für alle Groschen, Gott bezahle Sie.